Zeitraum

2011

Kunde

SCK Berlin Schönefeld

Leistungen

Flächenplanung

Airline-Catering und Logistik unter einem Dach

Für die SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG entwickelte arc+ in Berlin-Schönefeld ein leistungsfähiges Airline-Catering-, Großküchen- und Logistikzentrum. arc+ optimierte die bestehende Planung, strukturierte Produktions-, Lager-, Zoll- und Sicherheitsbereiche neu und entwickelte ein kompaktes Gebäudelayout mit kurzen Wegen. Trotz komplexer Anforderungen aus Luftsicherheit, Zoll, Lebensmittelhygiene und Flughafengenehmigung wurde das Projekt in nur 13 Monaten realisiert.

Airline-Catering-, Großküchen- und Logistikzentrum der SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG in Berlin-Schönefeld mit Verwaltung, Produktion, Kühl- und Tiefkühllager sowie Zolllogistik direkt am Flughafen. Industriearchitektur mit optimierten Prozessen, kurzen Wegen und wirtschaftlicher Fertigteilbauweise. Bauherr: SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Ort: Berlin-Schönefeld. Geplant und umgesetzt von arc+ GmbH Freudenstadt.
SCK Berlin-Schönefeld – Airline-Catering- und Logistikzentrum am Flughafen

Schnelles Bauen am Flughafen - Das Gebäude vereint Großküche, Kühl- und Tiefkühllager, Zolllager, Verladung, Verwaltung und Headquarterfunktionen an einem Standort. Ein hoher Vorfertigungsgrad mit Stahlbeton-Fertigteilen ermöglichte die außergewöhnlich kurze Bauzeit und eine wirtschaftliche Umsetzung unter hohem Termindruck. Die präzise gegliederte Industriefassade und der direkte Bezug zum Flughafen machen die Funktion des Gebäudes bereits von außen sichtbar.

Großküchenplanung mit klaren Prozessen - In der industriellen Großküche treffen Lebensmittelproduktion, Kühlkette und höchste Hygieneanforderungen aufeinander. arc+ koordinierte Küchenplanung, Großküchentechnik, Lüftung, Kühlung und Logistik zu einem funktionierenden Gesamtsystem. Reine und unreine Bereiche, Personal-, Waren- und Abfallströme sowie die Zubereitung unterschiedlicher Bordverpflegung wurden konsequent getrennt und in effiziente Arbeitsabläufe übersetzt.

Professionell ausgestattete Großküche mit Edelstahlarbeitsplätzen, Ablufttechnik und hygienischen Produktionsbereichen für Airline-Catering und Lebensmittelproduktion im SCK Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld. Bauherr: SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Ort: Berlin-Schönefeld. Geplant und umgesetzt von arc+ GmbH Freudenstadt.
SCK Berlin-Schönefeld – Hygieneküche für Airline-Catering und Lebensmittelproduktion

Architektur als Orientierung und Identität - Die rot umhüllte Außentreppe setzt einen markanten Akzent an der sachlichen Gebäudehülle. Ihre transparente Metallverkleidung verbindet Sicherheitsfunktion, Fluchtweg und architektonische Identität. So zeigt das Projekt, wie arc+ auch bei hochfunktionalen Industrie- und Logistikbauten Wirtschaftlichkeit, Geschwindigkeit und eine klare, wiedererkennbare Gestaltung miteinander verbindet.

Großzügiges Kühl- und Tiefkühllager mit hygienischen Wand- und Deckensystemen für die Lagerung und Logistik von Lebensmitteln im Airline-Catering-Zentrum der SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG in Berlin-Schönefeld. Bauherr: SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Ort: Berlin-Schönefeld. Geplant und umgesetzt von arc+ GmbH Freudenstadt.
SCK Berlin-Schönefeld – Kühl- und Tiefkühllager für die Airline-Logistik
Logistikzentrum für Airline-Catering mit Verladebereichen, Produktionsflächen, Großküche, Kühl- und Tiefkühllager sowie Verwaltung in Berlin-Schönefeld. Industriearchitektur mit optimierten Logistikprozessen und direkter Anbindung an den Flughafen. Bauherr: SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Ort: Berlin-Schönefeld. Geplant und umgesetzt von arc+ GmbH Freudenstadt.
SCK Berlin-Schönefeld – Logistikzentrum für Airline-Catering und Flughafenversorgung

Tageslicht für effiziente Logistik - Die großzügige Logistikhalle verbindet Lagerung, Kommissionierung und innerbetrieblichen Warenverkehr in einer klar gegliederten Raumstruktur. Große Oberlichter bringen viel Tageslicht in das Gebäude und schaffen eine helle, übersichtliche Arbeitsumgebung. Das optimierte Wegekonzept von arc+ reduziert Transportstrecken, vermeidet unnötige Kreuzungen und unterstützt einen schnellen Warenfluss vom Wareneingang bis zur Flugzeugbelieferung.

Flexible Produktions- und Logistikhalle mit stützenarmer Konstruktion, Tageslichtbändern und effizienter Industriearchitektur im Airline-Catering- und Logistikzentrum der SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG in Berlin-Schönefeld. Bauherr: SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Ort: Berlin-Schönefeld. Geplant und umgesetzt von arc+ GmbH Freudenstadt.
SCK Berlin-Schönefeld – Produktions- und Logistikflächen mit flexibler Industriearchitektur

Ausgangssituation: arc+ entwickelte auf Grundlage einer bereits vorliegenden Planung die funktionale Neuordnung, Umplanung und bauliche Umsetzung eines neuen Airline-Catering-, Großküchen- und Logistikzentrums für die SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG in Schönefeld bei Berlin. Der Greenfield-Neubau entstand im direkten Umfeld des damals als Berlin Brandenburg International BBI geplanten und heute als Flughafen Berlin Brandenburg BER betriebenen Airports. Mit dem Projekt wurden bislang auf unterschiedliche Flughafenflächen verteilte Betriebsfunktionen in einem unternehmenseigenen Gebäude zusammengeführt. Der neue Standort verbindet die industrielle Herstellung von Bordverpflegung mit Lebensmittellagerung, Tiefkühllagerung, Zolllager, Verwahrungslager, Kommissionierung, Trolley-Bestückung, Food- und Non-Food-Bereitstellung, gesicherter Lkw-Verladung, Verwaltung und der Headquarterfunktion des Geschäftsbereichs. Zusätzlich wurden Präsentations-, Besprechungs- und Bewirtungsräume für Fluggesellschaften und weitere Firmenkunden integriert. Das Vorhaben unterstützte die strategische Weiterentwicklung vom klassischen Airline-Caterer zum Komplett- und Systemanbieter für die Versorgung von Flugzeugen mit Speisen, Getränken, Verbrauchsgütern und Handelsware. Neben der Zubereitung und Portionierung von Bordmahlzeiten umfasst der Standort deshalb auch die Zusammenstellung vollständiger Trolleys sowie die logistische Bereitstellung von Food- und Non-Food-Produkten für Bordverkauf und Travel Retail. Die Investition diente der Sicherung der Marktposition, der Ausweitung der Geschäftstätigkeit und der dauerhaften Verankerung des Unternehmens am neuen Flughafenstandort Berlin-Schönefeld. Herausforderung: Die wesentliche Herausforderung war die extrem kurze Bauzeit von nur 13 Monaten, also wenig mehr als einem Jahr. Planung, Genehmigung, Ausschreibung und Ausführung standen unter hohem Zeitdruck, da die Anlage nach der damaligen Terminplanung zeitgleich mit der vorgesehenen Inbetriebnahme des neuen Flughafens BBI betriebsbereit sein sollte. Die Wahl des Tragwerks, der Fassadenkonstruktion und des Ausbauprinzips wurde deshalb maßgeblich durch das Kriterium Realisierungsgeschwindigkeit bestimmt. Gleichzeitig musste ein hochkomplexes Raum- und Prozessprogramm mit sehr unterschiedlichen hygienischen, klimatischen, sicherheitsrechtlichen und zollrechtlichen Anforderungen in einem kompakten Gebäude organisiert werden. Zu planen waren eine industrielle Großküchenanlage, temperaturgeführte Lebensmittellager, mehrere hundert Quadratmeter umfassende Tiefkühlbereiche, trockene Lagerflächen, ein privates Zolllager, Bereiche für die vorübergehende Verwahrung, Kommissionierung, Portionierung, Trolley-Bestückung, gesicherte Übergabezonen, Laderampen, Verwaltung, Kundenbereiche und Sozialräume. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche benötigten jeweils eigene Temperatur-, Lüftungs-, Kühlungs-, Hygiene- und Sicherheitsbedingungen. Hinzu kamen die konsequente Trennung von reinen und unreinen Bereichen, die Schwarz-Weiß-Trennung für das Küchenpersonal, getrennte Personal-, Waren-, Speisen-, Geschirr-, Retouren- und Abfallströme sowie die kontrollierte Überwindung mehrerer Sicherheits- und Zollgrenzen. Die Produktionsorganisation musste halal- und koscher-konforme Speisen ermöglichen und gleichzeitig gewährleisten, dass Zutaten und Prozesse, die nach den jeweiligen Vorgaben als haram beziehungsweise nicht koscher einzustufen sind, räumlich und organisatorisch getrennt werden. Eine weitere Herausforderung war der anspruchsvolle Genehmigungsprozess am Flughafenstandort. Neben dem allgemeinen Bauordnungsrecht waren Anforderungen aus Luftrecht, Luftsicherheitsrecht, Zollrecht, Planfeststellung, Brandschutz und Werkssicherheit zu berücksichtigen. Die Lage im Bauschutzbereich erforderte Abstimmungen mit dem Flughafenbetreiber, der Bauaufsicht, der Landesluftfahrtbehörde, der Planfeststellungsbehörde, der Luftsicherheitsbehörde, der Flugsicherung, der Feuerwehr und den zuständigen Zollstellen. Genehmigungsplanung und Ausführungsplanung überlagerten sich teilweise; Teilgenehmigungen und ein eng abgestimmter vorgezogener Baustart waren notwendig, um den Terminplan einzuhalten. Zusätzlich befand sich das Grundstück in einem Bereich, der aufgrund der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg als Kampfmittelverdachtsfläche beziehungsweise kampfmittelbelastete Fläche zu behandeln war. Lösung: arc+ entwickelte ausgehend von einem detaillierten Wege-, Materialfluss- und Sicherheitskonzept eine klar gegliederte Gebäudestruktur. Der Grundriss folgt den betrieblichen Prozessketten von der Anlieferung über Warenkontrolle, Zollabwicklung, Einlagerung, Kühlung, Tiefkühlung, Vorbereitung, Zubereitung, Portionierung und Kommissionierung bis zur Trolley-Bestückung und gesicherten Auslieferung an die Flugzeuge. Kurze Wege, eindeutige Funktionszuordnungen und möglichst wenige Kreuzungspunkte reduzieren interne Transporte, erleichtern die hygienische Kontrolle und ermöglichen einen wirtschaftlichen Schichtbetrieb. Sicherheits- und Hygieneschleusen bilden definierte Übergänge zwischen den einzelnen Zonen. Mitarbeitende gelangen über kontrollierte Eingänge, Umkleiden und Schwarz-Weiß-Schleusen in die jeweiligen Produktions-, Küchen-, Lager- oder Zollbereiche. Für Personal mit Zugang zum Zolllager wurden zusätzliche gestaffelte Sicherheits- und Umkleidezonen vorgesehen. Waren, Leergut, Rückläufe und Abfälle werden über getrennte Wege geführt, sodass reine Produktionsprozesse nicht durch unreine Rückführungs- oder Entsorgungsströme beeinträchtigt werden. Das Layout der Großküche wurde eng mit den Arbeitsabläufen und der Großküchentechnik abgestimmt. Edelstahl-Arbeitsflächen, Koch- und Spültechnik, Kühlgeräte, Ablufthauben, Fettabscheider und hygienegerechte Oberflächen bilden eine robuste technische Infrastruktur für die industrielle Lebensmittelproduktion. Die temperaturgeführten Bereiche wurden entsprechend ihrer Nutzung in Tiefkühlzellen, Kühlräume, konditionierte Lebensmittellager und Lagerbereiche mit normalen Raumtemperaturen differenziert. Das Konzept berücksichtigt durchgängig die Kühl- und Tiefkühlkette von der Warenannahme bis zur gesicherten Übergabe der Bordvorräte. Auf dem Gelände organisiert eine klare Verkehrsführung die Ankunft von Mitarbeitenden, Lieferanten, Pkw und Lkw. Die getrennten Pforten für Personen-, Pkw- und Schwerverkehr, Sicherheitskontrollen für Beschäftigte und Fahrzeuge, ein alarmgesicherter Außenzaun, Kameraüberwachung sowie ein zentraler Leitstand sichern Gebäude und Grundstück. Die Laderampen bilden die kontrollierte Schnittstelle zwischen dem Sicherheitsbereich des Betriebsgeländes und den Sicherheitsbereichen des Flughafens. Hier werden Trolleys, Lebensmittel, Getränke und Handelswaren kontrolliert, verladen und mit gesicherten Cateringfahrzeugen zum Flugzeug transportiert. Planungsschwerpunkte: Zu den Planungsschwerpunkten von arc+ gehörten die funktionale Umplanung des Bestandsentwurfs, die Optimierung des Gebäude- und Betriebslayouts, die Fabrik- und Logistikplanung, die Planung der Großküchen-, Kühl-, Tiefkühl-, Lager-, Zoll-, Kommissionier- und Verladebereiche, die Entwicklung der Material- und Personenflusskonzepte, die Sicherheitszonierung sowie die Integration von Verwaltung, Headquarter und Kundenbereichen. Im Rahmen der frühen Projektphase und der besonderen Planungsleistungen wurde die vorhandene Planung überprüft, funktional gestrafft und konsequent auf die betrieblichen Abläufe ausgerichtet. Nicht die formale Gebäudegeometrie, sondern die Prozesskette und das Wegekonzept bestimmten die Anordnung der Räume. arc+ optimierte zugleich Konstruktion, Gebäuderaster, Erschließung und Flächeneffizienz und erarbeitete eine funktionale Ausschreibung als Grundlage für die Vergabe und Übergabe an einen Generalunternehmer. Ein weiterer Schwerpunkt war die Steuerung und Freigabe der beteiligten Fachplanungen. Der wichtigste Planungspartner war der Großküchenplaner, dessen Maschinen-, Medien- und Prozessplanung mit der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere Heizung, Lüftung, Sanitär, Kälteversorgung, Küchenabluft und Fettabscheidung, koordiniert werden musste. Die hohen internen Wärme-, Feuchte- und Geruchslasten der Küchenproduktion erforderten eine präzise Abstimmung zwischen Großküchentechnik, Kälteplanung und Lüftungsplanung. Gleichzeitig mussten Tiefkühlzellen, Kühlräume, konditionierte Lebensmittellager, Trockenlager, Naßlager und Bürobereiche mit jeweils unterschiedlichen Raumklimata in einem gemeinsamen Energiekonzept zusammengeführt werden. Für den Genehmigungsprozess etablierte arc+ eine enge Koordination der beteiligten Behörden und Fachstellen. In vielen Terminen, Runden Tisch wurden die Anforderungen aus Bauordnungsrecht, Luftrecht, Luftsicherheitsrecht, Zoll, Planfeststellung, Brandschutz und Flughafenbetrieb parallel abgestimmt, Zuständigkeiten geklärt und Genehmigungsschritte miteinander synchronisiert. Diese koordinierte Behördenkommunikation war eine wesentliche Voraussetzung dafür, Teilgenehmigungen, vorgezogene Baumaßnahmen und den ambitionierten Gesamttermin rechtssicher miteinander zu verbinden. Gebäudedaten: Das Gebäude ist als kombiniertes Airline-Catering-, Produktions-, Lager-, Logistik- und Verwaltungszentrum konzipiert und wurde in einer Bauzeit von 13 Monaten realisiert. Es umfasst eine industrielle Großküchenanlage, Vorbereitungs-, Koch-, Portionier- und Spülbereiche, mehrere hundert Quadratmeter Tiefkühllager, weitere Kühl- und Lebensmittellager, trockene Lagerbereiche, ein privates Zolllager, ein Verwahrungslager, Kommissionierungs- und Trolley-Bereitstellungsflächen, gesicherte Lkw-Verladung, Laderampen, Verwaltung, Headquarterräume, Präsentations- und Bewirtungsbereiche sowie Sozial-, Sanitär- und Umkleidezonen. Als technische Anlagen kommen umfangreiche Großküchentechnik, Kühl- und Tiefkühltechnik, Küchenabluftanlagen, Sicherheitsschleusen, Zutrittskontrollsysteme, Kamera- und Alarmtechnik sowie Verlade- und Rampentechnik zum Einsatz. Die unterschiedlichen Raumzonen reichen von normal temperierten Verwaltungs- und Lagerflächen über konditionierte Lebensmittellager bis zu großflächigen Kühl- und Tiefkühlbereichen. Der Standort befindet sich in Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg, in der Region Berlin-Schönefeld und im unmittelbaren funktionalen Umfeld des Flughafens Berlin Brandenburg BER. Besonderheiten: Das Tragwerk wurde als Stahlbeton-Fertigteilkonstruktion mit einem hohen Vorfertigungsgrad geplant. Vorgefertigte Stützen, Träger und weitere Bauelemente ermöglichten eine schnelle Montage, eine weitgehend witterungsunabhängige Bauausführung und eine frühzeitige Schließung der Gebäudehülle. Standardisierte Raster, wiederholbare Bauteile und reduzierte konstruktive Details senkten Planungs-, Produktions- und Montagezeiten. Die Fertigteilbauweise war damit ein wesentlicher Baustein, um die Gesamtbauzeit von lediglich 13 Monaten einzuhalten und gleichzeitig eine robuste, wirtschaftliche und langlebige Gebäudestruktur zu schaffen. Große Spannweiten und übersichtliche Hallenbereiche unterstützen eine flexible Nutzung durch Lagerung, Kommissionierung und innerbetrieblichen Transport. Die Materialität folgt dem industriellen Charakter des Gebäudes: Helle Stahlbetonfertigteile, robuste Industrieböden, großformatige metallische Fassadenpaneele und Edelstahloberflächen in der Großküche schaffen pflegeleichte, belastbare und hygienegerechte Räume. Großflächige Oberlichter bringen diffuses Tageslicht in die Lager- und Logistikbereiche, verbessern die Orientierung und reduzieren während des Tages den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Die hellgraue, horizontal gegliederte Gebäudehülle vermittelt Funktionalität und Präzision; rote Bauteile am Eingangsbereich und an der außenliegenden Treppenanlage dienen als weithin erkennbare Orientierungs- und Identitätselemente. Die rot gefasste Außentreppe ist mit einer transluzenten Metallverkleidung umhüllt, verbindet die Geschosse als separater Erschließungs- und Rettungsweg und setzt einen markanten Kontrast zur sachlichen Industriearchitektur. Der ökonomische Ansatz basiert auf kurzer Bauzeit, hohem Vorfertigungsgrad, einem straffen Gebäuderaster, funktionalen Details, wartungsarmen Materialien und einer auf den tatsächlichen Betriebsbedarf konzentrierten technischen Ausstattung. Der Schwerpunkt lag auf einer günstigen, schnellen und betrieblich leistungsfähigen Lösung, ohne die Anforderungen an Hygiene, Lebensmittelsicherheit, Luftsicherheit, Zoll und Brandschutz zu reduzieren. Zu den projektspezifischen Besonderheiten gehören außerdem der Bau innerhalb des Flughafen-Bauschutzbereichs, die komplexe Behördenkoordination, die zollrechtlich gesicherten Lager- und Übergabezonen, die Trennung verschiedener Sicherheitsbereiche sowie der Umgang mit einer Kampfmittelverdachtsfläche infolge der Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs. Branche: Das Projekt ist den Branchen Flugzeug-Catering, Airline Catering, Inflight Catering, Bordverpflegung, industrielle Lebensmittelproduktion, Großküchenplanung, Convenience Food, verpackte Mahlzeiten, Reiseverpflegung, Travel Catering, Luftfahrt- und Flughafendienstleistungen, Food Logistics, temperaturgeführte Lebensmittellogistik, Kühlkettenlogistik, Supply-Chain-Management, Intralogistik, Lagerwirtschaft, Zolllager, Verwahrungslager, Kommissionierung, Trolley Handling, Flugzeugbelieferung, Bordverkauf und Travel Retail zuzuordnen. Am Standort werden Küchenproduktion, Portionierung, Verpackung, Lagerung, Kühlung, Tiefkühlung, Kommissionierung, Zollabwicklung, Sicherheitskontrolle und Auslieferung als integrierte Prozesskette organisiert. Die gategroup meldete 2018 die Übernahme von SCK Sky Catering Kitchen; das heutige Leistungsbild von gategourmet umfasst unter anderem Airline Catering, Lebensmittelproduktion, Portionierung und Verpackung, Supply Chain, Provisioning und die zeit- und sicherheitsgerechte Belieferung von Flugzeugen. Standort: Der Neubau befindet sich in Schönefeld in Brandenburg, südöstlich von Berlin und in direkter Nähe zum Flughafen Berlin Brandenburg BER. Die Flughafenlage prägt sowohl die Architektur als auch die Betriebsorganisation. Das Grundstück nimmt täglichen Werks-, Liefer-, Mitarbeiter- und Logistikverkehr auf und bildet die Schnittstelle zwischen öffentlicher Erschließung, gesichertem Firmengelände, zollrechtlich kontrollierten Bereichen und dem Sicherheitsbereich des Flughafens. Die Verkehrsflächen sind auf die Kontrolle und Abfertigung von Pkw, Lkw und Cateringfahrzeugen ausgerichtet. Separate Zufahrten, eine gesicherte Pforte, kontrollierte Laderampen und definierte Übergabepunkte ermöglichen die nachvollziehbare Führung jedes Fahrzeugs und jeder Warenbewegung. Die Nähe zum Flughafen reduziert die Transportzeiten zwischen Kommissionierung und Flugzeug, unterstützt kurze Reaktionszeiten bei Flugplanänderungen und trägt zur Einhaltung der Kühlkette sowie zur pünktlichen Bereitstellung der Bordvorräte bei. Leistungen: arc+ erbrachte die funktionale und architektonische Umplanung des Vorhabens, die Optimierung des Grundrisses, des Gebäuderasters und der Konstruktion, die Fabrikplanung, die Großküchen- und Logistikplanung, die Materialfluss- und Wegeplanung, die Sicherheits- und Hygienekonzeption, die Planung der Lager-, Tiefkühl-, Zoll-, Kommissionier- und Verladebereiche, die Integration der Verwaltungs- und Headquarterfunktionen, die Koordination des Küchenplaners und der TGA-HLS-Fachplanung, die Abstimmung der Kühl-, Lüftungs- und Ablufttechnik, die Koordination und Freigabe der Fachplanungen, die Unterstützung des komplexen Genehmigungsprozesses, die Organisation des Runden Tisches mit Behörden sowie die Erstellung einer funktionalen Ausschreibung für die Vergabe an einen Generalunternehmer. Die Planung verband Architektur, Industriebauplanung, Fabriklayout, Großküchentechnik, Intralogistik, Lebensmittelsicherheit, Luftsicherheit, Werkssicherheit und Zollanforderungen zu einem übergreifenden Gesamtkonzept. Bauherr: Bauherrin des Projekts war die SCK BBI Immobilien GmbH & Co. KG. Die Planung erfolgte für die operative Airline-Catering-Nutzung der SCK-Gruppe. Das operative Geschäft von SCK Sky Catering Kitchen wurde später von Gate Gourmet übernommen, wodurch das Projekt heute auch im fachlichen Zusammenhang mit Gate Gourmet Deutschland, gategourmet, Airline Catering, Flugzeugbelieferung und Travel Retail steht. Ergebnisse: Innerhalb von nur 13 Monaten entstand ein vollständig funktionsfähiges Airline-Catering-, Großküchen- und Logistikzentrum, das komplexe Lebensmittelproduktion, temperaturgeführte Lagerung, Zollabwicklung, Luftsicherheit, Kommissionierung und Flugzeugbelieferung in einem kompakten Gebäudekonzept zusammenführt. Die räumliche Konsolidierung verkürzt Wege, reduziert Kreuzungen von Waren-, Personal- und Abfallströmen und schafft klar kontrollierbare Übergänge zwischen reinen, unreinen, öffentlichen, betrieblichen, zollrechtlichen und luftseitigen Sicherheitsbereichen. Das optimierte Layout unterstützt einen wirtschaftlichen Schichtbetrieb und eine schnelle Reaktion auf wechselnde Flugpläne, unterschiedliche Bestellmengen und kurzfristige Änderungen bei Bordverpflegung und Handelsware. Die Verbindung von Großküche, Tiefkühllager, Lebensmittellager, Zolllager, Kommissionierung, Trolley-Bestückung und Lkw-Verladung bildet eine durchgängige Supply Chain vom Wareneingang bis zur Übergabe am Flugzeug. Mit dem Neubau konnte das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit von der reinen Zubereitung von Bordmahlzeiten zur vollständigen Versorgung von Flugzeugen mit Food-, Non-Food- und Travel-Retail-Produkten erweitern. Die Stahlbeton-Fertigteilbauweise, der hohe Vorfertigungsgrad und die funktionale Ausschreibung ermöglichten eine außergewöhnlich kurze Realisierungszeit, wirtschaftliche Baukosten und eine robuste industrielle Architektur. Das Projekt zeigt die Kompetenz von arc+ in der Planung von Airline-Catering-Betrieben, Großküchen, temperaturgeführten Logistikzentren, sicherheitskritischen Industriebauten, Zolllagern und komplexen Flughafenprojekten sowie in der Koordination von Fabrikplanung, Architektur, Logistik, Großküchentechnik, TGA, Luftsicherheit, Zoll und Genehmigungsbehörden.

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